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  1. Rechtsschutzversicherung – Alles zum Rechtsschutz und den wichtigen Versicherungen

Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung schützt den Versicherungsnehmer vor Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten bei einem Rechtsstreit vor Gericht. Dieser kann leicht einige Tausend Euro kosten.
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Der wichtigste Zweck der Rechtsschutzversicherung

Viele Menschen scheuen die gerichtliche Auseinandersetzung, weil sie nicht wissen können, wie der Prozess ausgeht. Wenn sie unterliegen, bleiben sie auf den oben genannten Kosten sitzen. Sie bezahlen dann auch den gegnerischen Anwalt und alle Gutachten – diejenigen, die sie selbst in Auftrag gegeben haben, sowie die Gutachter der Gegenseite. Diese Kosten können besonders hoch ausfallen, weshalb es ein beliebtes Mittel von Anwälten ist, mit einem Gutachten zu drohen.

Mit einer Rechtsschutzversicherung entfällt diese Sorge. Sie übernimmt nach vorheriger Prüfung des Falles die Kosten, wenn sie sich einen Erfolg vor Gericht vorstellen kann. Mit der Police muss niemand mehr Angst vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung haben. Es gibt natürlich seltene Fälle, in denen die Rechtsschutzversicherung den Fall ablehnt, weil er aussichtslos erscheint. Da die Versicherungsgesellschaft selbst Rechtsexperten mit großer Expertise beschäftigt, sollte der Versicherungsnehmer bei diesem Szenario genau überlegen, ob sich der Prozess lohnt.

Wann lohnt sich die Rechtsschutzversicherung?

Manche Menschen geraten eher in Situationen, die einen Rechtsstreit nach sich ziehen können. Das sind beispielsweise Unternehmer, Vermieter, sehr aktive Kraftfahrer oder Menschen mit hohem Engagement in Vereinen oder in der Nachbarschaft. Wenn diese Personen das Risiko von Prozessen als hoch einschätzen und eine Police für den Berufs-, Privat-, Wohn- oder Verkehrsrechtsschutz für nützlich halten, sollten sie diese abschließen.

Sie ist in der Regel nicht ausnehmend teuer und kann einen umfassenden Schutz bieten, allerdings nicht für alle Fälle des Lebens. So decken die Policen in der Regel nicht Rechtsfälle beim Hausbau, bei Kapitalanlagen, bei einer Scheidung oder einem Unterhaltsstreit ab.
Eine wichtige Frage bezüglich der Entscheidung für eine Rechtsschutzversicherung ist die eigene Streitlust. Manche Menschen geraten schneller in Konflikte und tragen diese nötigenfalls auch vor Gericht aus, andere eher selten bis nie. Die erste Gruppe braucht wohl sehr dringend eine Rechtsschutzversicherung.

Vorgehensweise bei der Wahl einer Rechtsschutzversicherung

Es gibt andere Versicherungen – vorrangig die Haftpflicht – sowie Mitgliedschaften in Gewerkschaften, Automobilklubs oder Vereinen mit einer inkludierten Rechtsschutzfunktion. Wer über eine (neue) Rechtsschutzpolice nachdenkt, sollte zunächst prüfen, ob der interessierende Rechtsbereich dadurch schon abgesichert ist.

Wenn das nicht der Fall ist, gilt es, die angebotenen Leistungen einer Rechtsschutzpolice zu überprüfen. Es ist durchaus möglich, nur Teilbereiche wie den Vermieter-, Mieter-, Arbeits- oder Verkehrsrechtsschutz zu versichern. Hierbei spielt eine Abwägung der Policenkosten gegen die Leistungen eine Rolle.

Bei Letzteren sind die Höhe der Kostenübernahme, der geografische Geltungsbereich und die Übernahme von Zusatzleistungen wie der außergerichtlichen Mediation sehr interessant.

Familien- und Singletarife bei der Rechtsschutzversicherung

Familien und Paare benötigen nur eine Police. Diese schließt den Rechtsschutz für erwachsene Kinder mit ein, wenn diese unverheiratet sind sowie die Ausbildung, bzw. das Studium, noch nicht abgeschlossen haben. Einige Policen schließen weitere im Haushalt lebende Angehörige mit ein. Singletarife sind etwas günstiger.

Baukastenprinzip der Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzpolicen funktionieren überwiegend nach einem Baukastenprinzip. Der Kunde kann sich seinen passenden Schutz aus einzelnen Bausteinen zusammenstellen. Es lassen sich die Lebensbereiche

  • Beruf,
  • Privat,
  • Verkehr,
  • Miete und
  • Immobilien

absichern. Versicherte müssen also keinen Bereich versichern, der für sie unwichtig ist. Das sollte allerdings vorab gut bedacht werden.

Auch ist bei dem Baukastenprinzip nicht jede Kombination möglich. Bevorzugt bieten die Versicherer gängige Bereiche wie den Berufs- und Privatrechtsschutz oder den Privat- und Wohnrechtsschutz in einem Paket an.

Etwas größere Pakete decken den Berufs-, Privat-, Verkehrs- und Wohnrechtsschutz ab. Diese Kombination sichert folgende Bereiche ab:

  • Verträge: Auseinandersetzungen zu Kauf-, Reise- und Dienstleistungsverträgen
  • Schadensersatz: Durchsetzung von Ansprüchen beispielsweise nach Unfällen
  • Auseinandersetzungen mit Arbeitgebern oder (als Unternehmer) mit Arbeitnehmern wegen ausbleibendem Lohn oder Urlaub, schlechtem Arbeitszeugnis, Kündigung, Abmahnung oder Abfindung
  • Steuer: Rechtsstreit mit dem Finanzamt, zum Beispiel wegen der Anerkennung von Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen in der Steuererklärung
  • Soziales: Anerkennung einer Berufskrankheit oder Erwerbsminderung, Streit mit der Krankenkasse
  • Verwaltung: Ärger mit der Verkehrsbehörde zum Beispiel beim Führerscheinentzug
  • Strafrecht: Prozesskosten bei einem Verkehrsdelikt, einer leichten Straftat oder Ordnungswidrigkeit sowie einem fahrlässigen Vergehen, meistens jedoch nicht bei einer vorsätzlich begangenen Straftat
  • Erbe und Familie: Adoption, Sorgerecht, Unterhaltsfragen, Erbschaft
  • Haus und Wohnung: Mieterhöhung, Nebenkostenabrechnung, Räumungsklage, Kündigung wegen Eigenbedarf, Streit um ein Grundstück, Vermieterrechtsschutz für Eigentümer

Bei welchen Rechtsfragen schützt die Police nicht?

Eine Rechtsschutzpolice hilft nicht bei allen Konflikten, ein Rundum-sorglos-Paket ist sie also nicht.

So sind Konflikte vom Schutz ausgeschlossen, die schon vor dem Abschluss der Police bestanden. In den meisten Fällen gibt es eine dreimonatige Wartezeit. Das bedeutet: Es nutzt nichts, bei einem sich anbahnenden Rechtsstreit noch schnell eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Eine Ausnahme davon bilden Verkehrsunfälle, welche die meisten Versicherer sofort abdecken, weil sie niemand vorhersehen kann.

Bei einigen speziellen Rechtsfragen zahlt diese Versicherung ebenfalls nicht. Dazu zählen:

  • Abwehr von Schadensersatzansprüchen, die nichts mit einer Vertragsverletzung zu tun haben, weil hier die Haftpflichtversicherung einspringt
  • Auseinandersetzungen beim Bauen, bei der Baufinanzierung und der Planung, dem Umbau oder Bau einer Immobilie sowie dem Kauf/Verkauf eines Baugrundstücks
  • Marken-, Urheber- und Patentrecht
  • vorsätzliche Straftaten
  • spekulative Kapitalanlagen
  • Spiel- und Wettverträge
  • Konflikte im Gewerbe-/Unternehmerbereich, für die eine gesonderte Unternehmensrechtsschutzversicherung erforderlich ist
  • Streit zwischen Personen, die eine gemeinsame Familienpolice abgeschlossen haben, also meistens Ehepartner

Diese Liste gilt nicht pauschal, einzelne Versicherer schließen verschiedene Szenarien aus. Welche Ausschlüsse es gibt, geht aus dem § 3 der Versicherungsbedingungen hervor.

Wechsel einer Rechtsschutzpolice

Viele Menschen möchten einen Altvertrag kündigen. Hier wird zur Umsicht geraten. Es gilt, die Leistungen des vorherigen und eines möglichen neuen Anbieters gegeneinander abzuwägen. In einigen Bereichen hat sich der Versicherungsschutz bei mehreren Anbietern in den letzten Jahren verschlechtert.

Es gibt aber auch Verbesserungen, nämlich unter anderem die Übernahme der Kosten für eine Mediation. Dabei verhandelt ein Anwalt mit der Gegenseite und erzielt eine außergerichtliche Einigung, die vor allem in schwierigen Fällen für alle Beteiligten günstiger ist.

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